MANIFESTO TRANSPRO­FÁGICO
RENATA CARVALHO

Eine Person steht zentriert auf einer dunklen, rot beleuchteten Bühne. Sie ist nur leicht bekleidet, der Körper ist mit Texten aus Zeitungsartikeln und dem großen roten Wort „TRAVESTI“ im Hintergrund beleuchtet.
Das Foto zeigt eine einzelne Performer*in auf einer Bühne, die auf dem Bauch vor einer großen Projektionsfläche liegt. Über der Person erscheint das projizierte Wort „TRAVESTI“ in großen Buchstaben.
Nahaufnahme einer Person auf einer Bühne. Warmes Scheinwerferlicht beleuchtet das Gesicht, ein Headset-Mikrofon ist sichtbar. Die Person lächelt breit und hält eine Hand auf der Brust in einer an Dankbarkeit erinnernden Geste. Ein heller Lichtkreis erscheint im Hintergrund.
Ein menschlicher Körper steht komplett im Dunkeln und wird von Licht so beleuchtet, dass er gut erkennbar ist. Die Person ist nur wenig bekleidet, das Gesicht ist nicht sichtbar.
Eine Person steht zentriert auf einer dunklen, rot beleuchteten Bühne. Sie ist nur leicht bekleidet, der Körper ist mit Texten aus Zeitungsartikeln und dem großen roten Wort „TRAVESTI“ im Hintergrund beleuchtet.
Das Foto zeigt eine einzelne Performer*in auf einer Bühne, die auf dem Bauch vor einer großen Projektionsfläche liegt. Über der Person erscheint das projizierte Wort „TRAVESTI“ in großen Buchstaben.
Nahaufnahme einer Person auf einer Bühne. Warmes Scheinwerferlicht beleuchtet das Gesicht, ein Headset-Mikrofon ist sichtbar. Die Person lächelt breit und hält eine Hand auf der Brust in einer an Dankbarkeit erinnernden Geste. Ein heller Lichtkreis erscheint im Hintergrund.
Ein menschlicher Körper steht komplett im Dunkeln und wird von Licht so beleuchtet, dass er gut erkennbar ist. Die Person ist nur wenig bekleidet, das Gesicht ist nicht sichtbar.

Frankfurt Lab – Halle 2

Fr. 6.11. | 18:00 Uhr Sa. 7.11. | 20:00 Uhr, Meet the Artists im Anschluss

Dauer: ca. 100 Minuten
Sprache: Brasilianisches Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Preise: 17 € / 8 €

Inhalt

Der Körper als Schauplatz: In MANIFESTO TRANSPROFÁGICO steht die brasilianische Aktivistin und Performerin Renata Carvalho nackt vor dem Publikum – nackt, das bedeutet für Carvalho travesti*. Mit einer Mischung aus autobiografischer Erzählung und politischem Manifest berichtet sie von einem Leben unter ständiger Beobachtung. „Mein Körper ist mir immer voraus“, sagt sie und setzt ihn bewusst den Blicken des Publikums aus; sie lädt dazu ein, ihn unvoreingenommen zu betrachten.

Dabei spricht sie auch über dessen bewusste, stufenhafte Verwandlung – durch Hormone, Industriesilikon, Brustimplantate: „Auf gewisse Weise wurde ich mit mir selbst schwanger. Ich habe mich selbst geboren.“ Carvalhos Arbeit öffnet den Blick bewusst für die Performativität, die Veränderbarkeit und die fluide Identität von Körpern und stellt sich selbst in einen größeren Zusammenhang von Transpophagie – einem Prozess des Aneignens und Verwandelns der eigenen wie der kollektiven trans* Vorfahr*innenschaft – der transcestralidade*.

Bestrafung, Masseninhaftierung, Zensur, Pathologisierung, AIDS, Diaspora sowie strukturelle Gewalt gegen und Ermordung von trans* und travesti-Körpern bilden den historischen und politischen Hintergrund von Carvalhos Manifest. Carvalho sagt: „Ich habe mich nicht als travesti entdeckt – sie haben es mir entgegengeschrien.“

*Travesti bezeichnet im brasilianischen Kontext eine eigenständige trans* Identität und wird daher bewusst nicht übersetzt.

*Auch der Begriff transcestralidade ist mehr als eine poetische Metapher. Er beschreibt die Vorstellung einer trans* Genealogie – einer Verbindung zu den Geschichten, Kämpfen und Wissensformen früherer travestis und trans* Personen, die in offiziellen Geschichtsschreibungen häufig unsichtbar geblieben sind.

Für diese Produktion liegen uns keine Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen vor.

Was sind Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen?

Credits

Dramaturgie und Performance: Renata Carvalho
Regie: Luiz Fernando Marques (Lubi)
Licht: Wagner Antônio
Videokunst: Cecília Lucchesi
Operating Licht: Juliana Augusta
Produktion: Corpo Rastreado
Koproduktion: Risco Festival, MITsp und Corpo Rastreado
Diffusion/Vertrieb: Corpo a Fora und FarOFFa

Fotos: Danilo Galvão, Ariel Cavotti