WHEN I SAW THE SEA
ALI CHAHROUR

Zwei Performer*innen befinden sich auf einer dunklen Bühne unter fokussiertem Licht. Eine Person sitzt kniend mit geöffneten Händen im Vordergrund, eine weitere liegt seitlich am Boden und hebt die Arme. Der schwarze Bühnenraum lenkt den Blick auf die Körperhaltungen.
Drei Personen bewegen sich auf einer Bühne unter warmem Spotlicht. Im Vordergrund entstehen durch Körperhaltungen und Haarbewegungen dynamische Formen. Im Hintergrund arbeiten zwei weitere Personen an einem erhöhten Technik- und Musikarbeitsplatz.
Ein*e Performer*in steht im Vordergrund einer Bühne mit hinter dem Kopf verschränkten Armen und nach oben gerichtetem Gesicht. Im unscharfen Hintergrund befinden sich weitere Personen an einem erhöhten Musik- und Technikarbeitsplatz. Warmes Bühnenlicht setzt die Szene in Kontrast zum dunklen Raum.
Im Zentrum einer Bühnenszene steht eine Person und hält den Arm einer am Boden liegenden Person. Im Hintergrund bewegen weitere Personen ein großformatiges Tuch über eine erhöhte Spielfläche. Warmes Licht hebt die Anordnung auf der dunklen Bühne hervor.
Zwei Performer*innen befinden sich auf einer dunklen Bühne unter fokussiertem Licht. Eine Person sitzt kniend mit geöffneten Händen im Vordergrund, eine weitere liegt seitlich am Boden und hebt die Arme. Der schwarze Bühnenraum lenkt den Blick auf die Körperhaltungen.
Drei Personen bewegen sich auf einer Bühne unter warmem Spotlicht. Im Vordergrund entstehen durch Körperhaltungen und Haarbewegungen dynamische Formen. Im Hintergrund arbeiten zwei weitere Personen an einem erhöhten Technik- und Musikarbeitsplatz.
Ein*e Performer*in steht im Vordergrund einer Bühne mit hinter dem Kopf verschränkten Armen und nach oben gerichtetem Gesicht. Im unscharfen Hintergrund befinden sich weitere Personen an einem erhöhten Musik- und Technikarbeitsplatz. Warmes Bühnenlicht setzt die Szene in Kontrast zum dunklen Raum.
Im Zentrum einer Bühnenszene steht eine Person und hält den Arm einer am Boden liegenden Person. Im Hintergrund bewegen weitere Personen ein großformatiges Tuch über eine erhöhte Spielfläche. Warmes Licht hebt die Anordnung auf der dunklen Bühne hervor.

Frankfurt LAB – Halle 1

Mi. 11.11. | 20:00 Uhr, Meet the Artists im Anschluss Do. 12.11. | 20:00 Uhr

Dauer: -
Sprache: Amharisch / Arabisch / Englisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Preise: 25 € / 12 €

Video Teaser (Youtube)

Inhalt

When I Saw the Sea ist eine berührende Performance über Schmerz, Widerstand und Hoffnung. Die Performerinnen und Aktivistinnen Rania Jamal, Zena Moussa und Tenei Ahmad geben mit Tanz, Musik und persönlichen Geschichten den Erfahrungen migrantischer Arbeitskräfte im Libanon eine Bühne, die dem repressiven Kafala-System ausgesetzt sind. Das der Leibeigenschaft ähnliche Kafala-System fesselt migrantische, meist weibliche Arbeitskräfte an ihre Arbeitgeber*innen und schafft Verhältnisse extremer Ausbeutung, die immer wieder in häuslicher Gewalt und Suizid münden. In Krisenzeiten wird dieses Unrecht nicht nur verschärft, sondern auch sichtbarer: Die Angestellten, häufig aus Kamerun, Ghana oder Sudan geflohene Frauen, werden auf der Straße zurückgelassen – obdachlos, unbezahlt und ohne Ausweispapiere. Einige Überlebende sind trotz ihres prekären rechtlichen Status geblieben und leisten Widerstand. Die Küste von Beirut ist für sie eine Zuflucht: ein Horizont, der zum Bild für Freiheit wurde.

Der libanesische Choreograf Ali Chahrour gehört zu den markantesten Stimmen des zeitgenössischen Tanzes im arabischen Raum. Seine Arbeiten verbinden häufig arabische Mythen mit den politischen und sozialen Realitäten seiner Heimat. Auf einer reduzierten Bühne, begleitet von der Musik von Abed Kobeissy und der gefühlvollen Stimme der Sängerin Lynn Adib, schaffen die drei Performerinnen und Chahrour eine entschlossene Feier des Lebens, die sich über den Schmerz der vergangenen Kämpfe erhebt.

Das Stück thematisiert Geschichten über Krieg, sexuelle Übergriffe und Rassismus, die jedoch nicht visuell auf der Bühne dargestellt werden.

  • Ein großer, greller Scheinwerfer leuchtet während des Einlasses und für die ersten 15 Minuten des Stücks direkt ins Publikum.
  • Die Bühne ist durchweg dämmrig beleuchtet.
  • Am Ende des Stücks gibt es kurz völlige Dunkelheit.
  • Etwas Nebel auf der Bühne.
  • Phasenweise laute Musik und starker Bass.

Was sind Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen?

Credits

Regie & Choreografie: Ali Chahrour
Performer*innen: Zena Moussa, Tenei Ahmad, Rania Jamal
Musik (Komposition & Performance): Lynn Adib, Abed Kobeissy
Regie- & Choreografieassistenz: Chadi Aoun
Lichtdesign & Technische Leitung: Guillaume Tesson
Assistenz der Technischen Leitung: Pol Seif
Sounddesign: Benoît Rave
Szenografie: Guillaume Tesson, Ali Chahrour
Internationale Beziehungen & Kommunikation: Chadi Aoun
Fotografie: Lea Skayem
Grafikdesign: Christina Atik
Lektorat/Textbearbeitung: Hala Omran
Französische Textübersetzung: Marianne Noujeim

PRODUKTION
Produktion: Ali Chahrour
Produktionsleitung: Christel Salem, Chadi Aoun

KO-PRODUKTION
Le Festival d’Avignon / Ibsen Scope / HAU Hebbel am Ufer, Berlin / Arab fund for arts and culture (AFAC) / Al Mawred al Thaqafi / DeSingel Antwerp / Domino Zagreb, Perforations Festival / Holland Festival / Zürcher Theater Spektakel / Al Madina Theater

Unterstützt von Beryte Theater / L’Institut Français de Beyrouth / Wicked Solutions / WASL Productions / Beit el Laffé /  Raseef, Beirut / Houna center / Orient 499

Fotos: Christophe Raynaud De Lage